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Ratgeber Team TransferFleet · 13. Juni 2026 · 16 Min. Lesezeit

Fahrzeugüberführung: Ablauf, Kosten und Software für Überführungsdienste

Die Fahrzeugüberführung ist das stille Rückgrat des Automobilhandels. Jeden Tag wechseln tausende Autos in Deutschland den Standort: vom Werk zum Händler, vom Auktionsplatz zum Autohaus, vom Leasingrückläufer zur Aufbereitung. Dieser Leitfaden erklärt, was eine Fahrzeugüberführung genau ist, wie sie abläuft, was sie kostet, und warum die größte Hürde nicht die Straße ist, sondern die Organisation dahinter.

Wenn Sie ein Autohaus führen, einen Überführungsdienst betreiben oder als Logistiker Fahrzeuge bewegen, kennen Sie das Problem: Die eigentliche Fahrt ist selten das Schwierige. Schwierig sind die Disposition, die Belege, die Kommunikation mit dem Auftraggeber und die Frage, wo das Fahrzeug gerade ist. Genau hier setzt eine moderne Überführungs-Software an. Wir gehen das Thema deshalb von zwei Seiten an: erst die fachliche Grundlage, dann die Lösung für den organisatorischen Teil.

Was ist eine Fahrzeugüberführung?

Eine Fahrzeugüberführung ist der gewerbliche oder private Transport eines Fahrzeugs von einem Startort zu einem Zielort. Der Begriff umfasst alle Fälle, in denen ein Auto, ein Transporter, ein Wohnmobil oder eine Maschine bewegt werden muss, ohne dass der spätere Nutzer selbst am Steuer sitzt. Typische Auftraggeber sind Autohäuser, Leasinggesellschaften, Vermieter, Speditionen, Hersteller und zunehmend auch Online-Plattformen für den Fahrzeughandel.

Wichtig ist die Abgrenzung zu verwandten Begriffen. Eine Überführungsfahrt bezeichnet die konkrete Fahrt von A nach B. Ein Überführungsdienst ist das Unternehmen, das diese Fahrten anbietet. Die Transferfahrt meint im Branchenjargon oft kurze Strecken innerhalb einer Region, etwa zwischen zwei Standorten desselben Händlers. Die Logistiküberführung beschreibt größere, planbare Volumen, bei denen ganze Fahrzeugmengen koordiniert bewegt werden.

Allen gemeinsam ist: Es geht nicht nur darum, ein Fahrzeug von einem Punkt zum nächsten zu bringen. Es geht darum, dies nachvollziehbar, versichert und termingerecht zu tun. Ein Fahrzeug ist ein hochwertiges Wirtschaftsgut. Jeder Kratzer, jede Verzögerung und jeder unklare Zustand bei der Übergabe kann teuer werden. Deshalb ist die Dokumentation genauso Teil der Überführung wie die Fahrt selbst.

Kurz definiert Fahrzeugüberführung = der organisierte Transport eines Fahrzeugs durch einen Fahrer oder per Trailer, inklusive Zustandsdokumentation, Versicherung und termingerechter Übergabe. Der Wert liegt nicht in der Fahrt, sondern in der Verlässlichkeit drumherum.

Fahrzeugüberführung auf eigener Achse vs. Transport auf dem Trailer

Die erste grundlegende Entscheidung bei jeder Überführung lautet: Fährt das Fahrzeug selbst, oder wird es geladen? Beide Varianten haben ihre Berechtigung, und die richtige Wahl hängt vom Zustand des Fahrzeugs, der Strecke und dem Budget ab.

Überführung auf eigener Achse

Bei der Überführung auf eigener Achse fährt ein Fahrer das Fahrzeug selbst zum Zielort. Das ist die häufigste und in der Regel günstigste Variante. Sie setzt allerdings voraus, dass das Fahrzeug fahrbereit, zugelassen und versichert ist. Der Kilometerstand erhöht sich durch die Fahrt, was bei Neuwagen und Leasingrückläufern relevant ist und ein lückenloses Protokoll erfordert. Mehr Details und die rechtlichen Voraussetzungen finden Sie auf unserer Seite zur Fahrzeugüberführung auf eigener Achse.

Die Vorteile liegen auf der Hand: keine Ladekosten, keine spezielle Ausrüstung, schnelle Verfügbarkeit und volle Flexibilität bei kurzfristigen Aufträgen. Der wichtigste Punkt ist die saubere Übergabe. Wer ein Fahrzeug auf eigener Achse übernimmt, sollte vor Fahrtantritt jeden bestehenden Schaden fotografieren, den Kilometerstand festhalten und den Tankfüllstand dokumentieren. So lässt sich später eindeutig klären, welcher Zustand bei Übernahme und welcher bei Übergabe vorlag.

Transport auf dem Trailer

Der Transport auf dem Trailer oder Autotransporter ist die Wahl, wenn ein Fahrzeug nicht fahrbereit ist, wenn es sich um ein besonders hochwertiges oder seltenes Fahrzeug handelt, oder wenn der Kilometerstand unbedingt unverändert bleiben soll. Klassische Beispiele sind Unfallfahrzeuge, Oldtimer, Sportwagen mit hohem Wert oder fabrikneue Fahrzeuge, bei denen jeder gefahrene Kilometer den Wert mindert.

Der Trailer-Transport ist aufwendiger und teurer. Er bindet einen Zugfahrzeug-Fahrer, benötigt Ladekapazität und ist bei mehreren Fahrzeugen logistisch anspruchsvoller zu planen. Dafür bleibt das Fahrzeug während des Transports unbewegt und vor Witterung geschützt, sofern ein geschlossener Transporter genutzt wird.

Kriterium Auf eigener Achse Auf dem Trailer
Kosten günstiger höher
Kilometerstand steigt bleibt gleich
Voraussetzung fahrbereit, zugelassen keine Fahrbereitschaft nötig
Geeignet für Gebrauchtwagen, Standardflotte Neuwagen, Oldtimer, Unfallwagen
Verfügbarkeit schnell, flexibel planungsintensiver

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Ablauf einer professionellen Überführung Schritt für Schritt

Eine professionelle Fahrzeugüberführung folgt einem klaren Ablauf. Wer diesen Ablauf strukturiert, vermeidet Missverständnisse, Schäden und Streit über den Fahrzeugzustand. Die folgenden sechs Schritte bilden den Standard, an dem sich ein seriöser Überführungsdienst messen lassen sollte.

Schritt 1: Auftragserfassung

Am Anfang steht der Auftrag. Auftraggeber nennen Start, Ziel, Fahrzeug, Wunschtermin und Besonderheiten. In der Praxis kommen diese Informationen oft unstrukturiert per E-Mail, Telefon oder Nachricht. Genau hier entstehen die ersten Fehler, wenn Daten übersehen oder falsch übertragen werden. Eine gute Erfassung hält alle relevanten Felder fest: Fahrgestellnummer, Kennzeichen, Abhol- und Lieferadresse, Ansprechpartner und Zeitfenster.

Schritt 2: Disposition

Im zweiten Schritt wird der Auftrag einem Fahrer zugewiesen. Die Disposition prüft Verfügbarkeit, Route, Fahrtrichtung und mögliche Bündelung mehrerer Aufträge. Eine durchdachte Disposition reduziert Leerfahrten, indem sie Rückfahrten und benachbarte Aufträge zusammenlegt. Das ist der Hebel, an dem über die Profitabilität eines Überführungsdienstes entschieden wird.

Schritt 3: Fahrzeugübernahme mit Foto-Protokoll

Bei der Übernahme dokumentiert der Fahrer den Zustand des Fahrzeugs. Fotos von allen Seiten, Kilometerstand, Tankfüllstand und vorhandene Schäden werden festgehalten. Dieses Protokoll ist die wichtigste Absicherung gegen spätere Schadensdiskussionen. Ohne lückenlose Dokumentation steht im Streitfall Aussage gegen Aussage.

Schritt 4: Die Fahrt

Nun erfolgt die eigentliche Überführungsfahrt, auf eigener Achse oder per Trailer. Während der Fahrt sollte der Status für den Auftraggeber nachvollziehbar sein. Moderne Auftraggeber erwarten heute, dass sie wissen, wo ihr Fahrzeug gerade ist, ohne anrufen zu müssen.

Schritt 5: Übergabe am Ziel

Am Zielort wird das Fahrzeug übergeben. Erneut werden Zustand und Kilometerstand dokumentiert und mit dem Übernahmeprotokoll abgeglichen. Eine Unterschrift des Empfängers schließt den Vorgang ab. Stimmen Übernahme- und Übergabezustand überein, ist der Auftrag sauber erledigt.

Schritt 6: Rechnung und Abschluss

Zum Schluss wird abgerechnet. Idealerweise fließen alle erfassten Daten direkt in die Rechnung: gefahrene Kilometer, Pauschalen, Zusatzleistungen. Je weniger manuelle Übertragung nötig ist, desto schneller und fehlerfreier ist die Abrechnung. Eine schnelle Rechnung verbessert außerdem die Liquidität.

Die Faustregel Jeder dieser sechs Schritte erzeugt Daten. Wer diese Daten in einem System hält statt auf Zetteln, Fotos im Handy und E-Mail-Postfächern, gewinnt nicht nur Zeit, sondern auch Beweissicherheit und Geschwindigkeit bei der Rechnung.

Was kostet eine Fahrzeugüberführung?

Die Kosten einer Fahrzeugüberführung hängen von mehreren Faktoren ab: Entfernung, Fahrzeugklasse, Dringlichkeit, Variante (eigene Achse oder Trailer) und ob es sich um eine Inlands- oder Auslandsstrecke handelt. Als grobe Orientierung gelten 2026 marktübliche Kilometerpreise zwischen 0,85 Euro und 1,40 Euro netto, wobei Kurzstrecken häufig pauschal abgerechnet werden.

Premiumfahrzeuge, Eilaufträge und Wochenendfahrten liegen am oberen Rand dieser Spanne. Wer dagegen regelmäßig größere Mengen überführt, kann durch Bündelung und gute Routenplanung den effektiven Kilometerpreis deutlich senken. Eine ausführliche Aufschlüsselung mit Preistabellen, versteckten Zusatzkosten und Spar-Tipps finden Sie in unserem Beitrag zu den Kosten einer Fahrzeugüberführung.

Ein häufig unterschätzter Kostenfaktor sind nicht die Fahrten selbst, sondern die Reibungsverluste in der Organisation. Eine verlorene Quittung, ein vergessener Zusatzkilometer, eine Rechnung, die drei Wochen liegen bleibt: Solche kleinen Lecks summieren sich über das Jahr zu erheblichen Beträgen. Genau deshalb betrachten wir Kosten nicht isoliert als Kilometerpreis, sondern als Gesamtkosten des Prozesses.

Transferfahrten und Logistiküberführung im Überblick

Nicht jede Überführung ist gleich. In der Praxis haben sich zwei Ausprägungen herausgebildet, die unterschiedliche Anforderungen an Planung und Software stellen.

Transferfahrten sind in der Regel kürzere, oft regionale Fahrten mit hoher Frequenz. Ein Autohaus, das Fahrzeuge zwischen Filialen, zur Aufbereitung oder zum TÜV bewegt, fährt täglich viele dieser kurzen Strecken. Hier zählt vor allem die schnelle Disposition und die einfache Erfassung, weil das Volumen hoch und die Marge pro Fahrt klein ist. Wie sich das effizient organisieren lässt, zeigen wir auf unserer Seite zu Transferfahrten.

Die Logistiküberführung betrifft dagegen planbare, größere Volumen über längere Distanzen. Wenn ganze Fahrzeugkontingente von einem Standort zum anderen bewegt werden, etwa bei Flottenumstellungen, Auktionsabwicklungen oder Herstellerlogistik, kommt es auf Planbarkeit, Bündelung und lückenlose Dokumentation an. Mehr dazu auf unserer Seite zur Logistiküberführung.

Beide Ausprägungen profitieren von derselben Grundlage: einem System, das Aufträge erfasst, Fahrer zuweist, den Zustand dokumentiert und den Status sichtbar macht. Die Frequenz und die Distanz ändern die Schwerpunkte, nicht das Prinzip.

Die größte Herausforderung: Disposition und Belege

Fragt man Betreiber von Überführungsdiensten nach ihrem größten Schmerzpunkt, fällt selten das Wort Straße. Stattdessen geht es um Zettelwirtschaft, verlorene Fotos, unklare Zuständigkeiten und Rechnungen, die zu spät rausgehen. Die eigentliche Herausforderung der Fahrzeugüberführung ist die Organisation.

Typischerweise läuft die Koordination über mehrere getrennte Werkzeuge: Aufträge kommen per E-Mail, die Disposition passiert in einer Excel-Tabelle, die Fahrer bekommen ihre Aufträge per WhatsApp, die Fotos landen in der Handy-Galerie und die Rechnung wird am Monatsende mühsam aus all dem zusammengesucht. Jeder Bruch zwischen diesen Werkzeugen ist eine Fehlerquelle.

Die Folgen sind konkret: Ein Disponent verbringt Stunden damit, den Status einzelner Fahrzeuge telefonisch abzufragen. Ein Foto-Protokoll fehlt, und ein Schaden lässt sich nicht mehr zuordnen. Eine Rechnung bleibt liegen, weil die gefahrenen Kilometer nirgends sauber erfasst sind. Diese Probleme kosten nicht nur Geld, sondern auch das Vertrauen der Auftraggeber.

Wie TransferFleet die Fahrzeugüberführung digitalisiert

TransferFleet ist eine Software für Überführungsdienste, entwickelt von AVO Solutions in Düsseldorf. Sie wurde gebaut, um genau die organisatorischen Brüche zu schließen, die wir oben beschrieben haben. Statt fünf getrennter Werkzeuge gibt es ein System, in dem der gesamte Ablauf von der Auftragserfassung bis zur Rechnung zusammenläuft. Die Software ist DSGVO-konform und in Deutschland gehostet.

KI-Auftragserfassung

Aufträge kommen unstrukturiert herein, oft als formlose E-Mail oder Nachricht. Die KI-Auftragserfassung liest diese Texte und extrahiert automatisch die relevanten Felder: Start, Ziel, Fahrzeug, Termin und Ansprechpartner. Der Disponent muss nur noch prüfen und bestätigen, statt jedes Feld abzutippen. Das spart Zeit und verhindert Übertragungsfehler gleich am Anfang der Kette.

Disposition

Die Disposition zeigt alle offenen Aufträge und verfügbaren Fahrer in einer Übersicht. Aufträge lassen sich per Klick zuweisen, Routen bündeln und Leerfahrten vermeiden. Anders als eine Excel-Tabelle kennt die digitale Disposition den aktuellen Status jedes Auftrags in Echtzeit, ohne dass jemand nachtelefonieren muss.

Live-Tracking

Mit dem Live-Tracking sehen Disponent und Auftraggeber, wo sich ein Fahrzeug gerade befindet. Das ersetzt die Statusanrufe, die im klassischen Betrieb so viel Zeit fressen. Auftraggeber erhalten die Transparenz, die sie heute erwarten, und der Disponent kann sich auf die Ausnahmen konzentrieren statt auf Routineabfragen.

Fahrer-App

Die Fahrer-App führt den Fahrer durch den Auftrag: Übernahme mit Foto-Protokoll, Navigation, Statusmeldungen und Übergabe mit Unterschrift. Alle Daten, die der Fahrer erfasst, fließen direkt ins System. Die Fotos landen nicht mehr in einer privaten Handy-Galerie, sondern sind dem Auftrag eindeutig zugeordnet und jederzeit abrufbar.

Rechnung

Weil alle Daten bereits im System liegen, lässt sich die Rechnung am Ende mit wenigen Schritten erzeugen. Gefahrene Kilometer, Pauschalen und Zusatzleistungen sind erfasst und müssen nicht mühsam rekonstruiert werden. Das verkürzt die Zeit von der erledigten Fahrt bis zur gestellten Rechnung erheblich und verbessert die Liquidität.

Ein System statt fünf Werkzeuge TransferFleet ersetzt die Kombination aus E-Mail, Excel, WhatsApp, Handy-Galerie und manueller Rechnung durch einen durchgängigen Ablauf. Jeder Schritt erzeugt Daten, die im nächsten Schritt direkt weiterverwendet werden, ohne Medienbruch.

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Für wen lohnt sich die Digitalisierung?

Nicht jeder Betrieb braucht ab dem ersten Tag eine durchgängige Software. Aber sobald ein gewisses Volumen erreicht ist, kippt die Rechnung deutlich zugunsten der Digitalisierung. Als grobe Schwelle gilt: Ab etwa 20 bis 30 Überführungen pro Monat überwiegt der Nutzen den Aufwand der Umstellung klar.

Autohäuser profitieren besonders, weil sie permanent Fahrzeuge bewegen: zwischen Filialen, zur Aufbereitung, zum Kunden, vom Hersteller. Hier sorgt eine saubere Erfassung und Disposition dafür, dass kein Fahrzeug aus dem Blick gerät und die Aufbereitung nicht auf ein längst eingetroffenes Auto wartet. Wie das konkret aussieht, zeigen wir auf unserer Seite für Autohäuser.

Speditionen und Logistiker profitieren von der Bündelung und der lückenlosen Dokumentation. Wenn größere Volumen koordiniert werden müssen, ist die Live-Übersicht der Unterschied zwischen einem reibungslosen Tag und ständigem Hinterhertelefonieren. Mehr dazu auf unserer Seite für Speditionen.

Auch spezialisierte Überführungsdienste, die als Dienstleister für mehrere Auftraggeber fahren, gewinnen durch die Professionalisierung. Ein sauberes Foto-Protokoll, ein nachvollziehbarer Status und eine schnelle Rechnung sind Argumente, mit denen sich ein Dienstleister von der Konkurrenz abhebt, die noch mit Excel und WhatsApp arbeitet.

Rechtliche und versicherungstechnische Grundlagen

Eine Fahrzeugüberführung berührt mehrere rechtliche Themen, die ein professioneller Anbieter beherrschen muss. Im Zentrum stehen Versicherung, Zulassung und Haftung. Wer Fahrzeuge gewerblich bewegt, übernimmt Verantwortung für hochwertige Güter und sollte sich darüber im Klaren sein, welche Absicherung greift.

Bei der Überführung auf eigener Achse muss das Fahrzeug zugelassen und haftpflichtversichert sein. Fehlt eine reguläre Zulassung, kommen Kurzzeitkennzeichen oder rote Kennzeichen für Händler in Betracht. Wichtig ist, dass der Versicherungsschutz die konkrete Fahrt abdeckt. Im Schadensfall entscheidet oft das lückenlose Übernahmeprotokoll darüber, wer für einen Schaden aufkommt. Genau deshalb ist die Foto-Dokumentation bei der Übernahme keine Formalität, sondern eine echte Absicherung.

Für Überführungsdienste, die als Dienstleister für andere fahren, empfiehlt sich darüber hinaus eine ausreichend hohe Betriebs- und Vermögensschadenhaftpflicht. Auftraggeber wie Autohäuser und Leasinggesellschaften fragen diesen Nachweis regelmäßig ab, bevor sie einen Dienstleister beauftragen. Eine saubere Dokumentationskette und ein klarer Versicherungsnachweis sind damit nicht nur rechtliche Pflicht, sondern auch ein Vertriebsargument.

Die Rolle des Foto-Protokolls

Das Foto-Protokoll ist das Herzstück der rechtlichen Absicherung. Es dokumentiert den Zustand des Fahrzeugs zu zwei Zeitpunkten: bei Übernahme und bei Übergabe. Stimmen beide Zustände überein, ist der Fahrer aus der Verantwortung. Weicht der Zustand ab, lässt sich eindeutig klären, in welchem Abschnitt der Schaden entstanden ist. Ohne diese Dokumentation steht im Streitfall Aussage gegen Aussage, und meist verliert der, der keine Beweise hat.

In der Praxis scheitert die Beweissicherung oft nicht am Willen, sondern an der Organisation. Fotos werden gemacht, aber sie verschwinden in der Handy-Galerie des Fahrers und sind dem konkreten Auftrag nicht eindeutig zugeordnet. Ein System, das die Fotos automatisch dem Auftrag anhängt und zentral speichert, löst dieses Problem an der Wurzel.

Häufige Fehler bei der Fahrzeugüberführung

Aus der täglichen Arbeit mit Überführungsdiensten kennen wir die Fehler, die immer wieder auftreten. Wer sie kennt, kann sie vermeiden und seinen Betrieb spürbar professioneller aufstellen.

Unvollständige Auftragsdaten

Der häufigste Fehler entsteht ganz am Anfang. Wenn bei der Auftragserfassung Felder fehlen, etwa der Ansprechpartner am Zielort oder ein konkretes Zeitfenster, pflanzt sich dieser Fehler durch den gesamten Ablauf fort. Der Fahrer steht vor verschlossener Tür, der Disponent muss nachfassen, und der Auftraggeber ist unzufrieden. Eine strukturierte Erfassung, die alle Pflichtfelder einfordert, verhindert diese Kette.

Fehlende oder verspätete Dokumentation

Wenn das Foto-Protokoll erst Tage später nachgereicht oder gar nicht erstellt wird, ist die Beweiskraft dahin. Schäden lassen sich nicht mehr eindeutig zuordnen, und der Anbieter bleibt im Zweifel auf den Kosten sitzen. Die Dokumentation muss zum Zeitpunkt der Übernahme und Übergabe erfolgen, nicht später aus dem Gedächtnis.

Leerfahrten durch schlechte Disposition

Jede Fahrt ohne Auftrag kostet Geld. Wenn ein Fahrer ein Fahrzeug an den Zielort bringt und dann leer zurückfährt, verschenkt der Betrieb die halbe Wegstrecke. Gute Disposition bündelt Aufträge so, dass Rückfahrten möglichst ausgelastet sind. Ohne Live-Übersicht über alle offenen Aufträge ist diese Bündelung kaum möglich.

Verzögerte Rechnungsstellung

Rechnungen, die erst Wochen nach der Fahrt rausgehen, belasten die Liquidität und erhöhen das Risiko von Streit über die abgerechneten Leistungen. Je länger die Zeit zwischen Fahrt und Rechnung, desto schwerer lässt sich rekonstruieren, was genau gefahren und erbracht wurde. Wenn die Abrechnungsdaten bereits während des Auftrags erfasst werden, entfällt dieses Problem.

Der rote Faden Fast alle typischen Fehler haben dieselbe Wurzel: fehlende oder verstreute Daten. Wer von Anfang an strukturiert erfasst und alles in einem System hält, vermeidet die meisten dieser Probleme, bevor sie entstehen.

So gelingt der Umstieg von Excel auf Software

Viele Betreiber zögern beim Wechsel, weil sie befürchten, dass die Umstellung kompliziert ist oder den laufenden Betrieb stört. In der Praxis gelingt der Umstieg am besten in kleinen Schritten. Es ist nicht nötig, von einem Tag auf den anderen alles umzustellen.

Ein bewährter Weg beginnt mit der Auftragserfassung und der Disposition, weil hier der größte tägliche Aufwand steckt. Sobald diese beiden Bereiche im System laufen, kommen Fahrer-App und Live-Tracking hinzu. Die Rechnung lässt sich anbinden, sobald die Daten sauber durchlaufen. Dieser schrittweise Ansatz nimmt die Angst vor der Umstellung und zeigt schnell erste Erfolge.

Wichtig ist, die Fahrer früh mitzunehmen. Eine Fahrer-App ist nur dann ein Gewinn, wenn die Fahrer sie tatsächlich nutzen. Deshalb sollte die Bedienung so einfach sein, dass sie ohne Schulung verständlich ist. TransferFleet ist genau darauf ausgelegt: Der Fahrer wird durch den Auftrag geführt und muss nicht erst lernen, wie ein komplexes System funktioniert.

Fazit

Die Fahrzeugüberführung ist mehr als das Fahren von A nach B. Sie ist ein Prozess aus Erfassung, Disposition, Dokumentation, Fahrt, Übergabe und Abrechnung, bei dem jeder Schritt sauber ineinandergreifen muss. Die fachlichen Grundlagen sind dabei schnell verstanden: eigene Achse oder Trailer, Kilometerpreis und Variante. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Organisation.

Wer regelmäßig überführt, verliert ohne ein durchgängiges System Zeit bei der Disposition, Beweissicherheit bei den Belegen und Liquidität bei der Rechnung. TransferFleet schließt diese Lücken, indem es Auftragserfassung, Disposition, Live-Tracking, Fahrer-App und Rechnung in einer DSGVO-konformen Software vereint, entwickelt von AVO Solutions in Düsseldorf. Die Kalkulation erfolgt individuell, und Sie können die Software 14 Tage kostenlos testen, bevor Sie sich entscheiden.

Wenn Sie wissen möchten, wie sich Ihr konkreter Überführungsbetrieb digitalisieren lässt, sprechen Sie uns an. Wir schauen gemeinsam auf Ihre Abläufe und zeigen, wo die größten Hebel liegen.

Lassen Sie uns über Ihren Überführungsbetrieb sprechen

Erzählen Sie uns, wie Sie heute überführen und disponieren. Wir zeigen Ihnen, wo TransferFleet Zeit und Geld spart, und beantworten Ihre Fragen persönlich.

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